Der Charme von Wien ist fast schon sprichwörtlich. In der Metropole an der Donau vermischen sich Vergangenheit und Gegenwart, ein leicht nostalgisches Flair zieht durch die Stadt, ohne die Errungenschaften der Moderne zu schmälern. Eine Reihe internationaler Organisationen wie die OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) oder die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) haben in der Universitätsstadt ihren Sitz, zudem zählt Wien zu den wichtigsten Tagungs- und Kongresszentren Europas.

Wohnraum in Wien – teuer und schwer zu bekommen

Wien leidet ähnlich wie München oder Frankfurt unter akutem Wohnungsmangel. Wer sich in dieser interessanten Großstadt niederlassen möchte, sollte frühzeitig mit der Suche beginnen. Der Immobilienboom hält die Metropole fest im Griff, die Mieten und Preise für private Immobilien und Grundstücke im Großraum Wien steigen weiter. Ende 2012 gab es die ersten Warnungen vor einer Immobilienblase, ziemlich rekordverdächtig sind inzwischen die Quadratmeterpreise für exklusive Objekte in der Wiener Innenstadt. Für Wohnungen in einem erst 2014 bezugsfertigen Gebäude mit Blick auf den Stephansdom und die Hofburg wurde zwischen fünfundzwanzigtausend und dreißigtausend Euro pro Quadratmeter gezahlt. Aufgrund des strengen Mieterschutzes und dadurch, dass sich in Wien noch circa sechzig Prozent der Mietwohnungen in Gemeinde- oder Genossenschaftsbesitz befinden, halten sich zumindest in diesem Bereich die Mieten in bezahlbaren Grenzen, auf dem freien Mietmarkt steigen sie langsam ins uferlose. Laut Bank-Austria-Studie ist die Zahl der aufgrund unzumutbarer Wohnungskosten armutsgefährdeten Haushalte seit dem Jahr 2008 auf sechzig Prozent angestiegen. In den Außenbezirken der Großstadt sind noch immer schicke Wohnungen zu bezahlbaren Preisen zu bekommen.

Understatement mit Eleganz – Wiens Wohnungseinrichtungen

Die österreichische Wohnkultur ist nicht anders als in Deutschland oder Frankreich von der Geschichte geprägt. Jedes Land und jede Metropole hat ihren eigenen Stil, Wien stellt dabei keine Ausnahme dar. In der Hauptstadt der K.u.k.-Monarchie war Eleganz stets wichtig, Namen wie Wiener Werkstätten, Thonet oder Biedermeier sind untrennbar mit höfischer Kultur verbunden. Spätestens Mitte des 20sten Jahrhunderts hat sich der Geschmack verändert, die Steifheit des Biedermeiers, die Wien nach dem Zweiten Weltkrieg noch beherrschte, verschwand zugunsten einer neuen Toleranz, dennoch blieben die alten Werte erhalten. Im 21sten Jahrhundert sind Kombinationen aus Möbeln der Vergangenheit mit Einrichtungsgegenständen im modernen Design beliebt, edel, schlicht und unaufdringlich. Jugendstil und Biedermeiermöbel dominieren dabei, mit der Ergänzung durch Nippes strahlen die Einrichtungen Gemütlichkeit aus. Dieses leichte und freundliche Ambiente setzt sich in den Gärten und auf den Balkonen fort, ein Stilmix, für den es keine Bezeichnung gibt. Für Wien gilt genauso wie für Paris, London oder New York der Satz des berühmten Architekten und Kulturpublizisten Adolf Loos (1870-1933): „Für eure Wohnung habt ihr immer recht“, wichtig ist was gefällt und zum eigenen Wohlbefinden beiträgt.

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